Die Geschichte vom 1 Wiesbadener Schulsportverein 1994 e.V.

1989 wurden von den beiden Lehrern Wilfried Igstadt, Alexander Taitl und dem Busfahrer Hubert Erndt die „Eschenbach Bikers“ an der Wolfram-von-Eschenbach-Schule ins Leben gerufen. Man wollte zeigen, dass durch regelmäßiges wöchentliches Fahrradfahren eine spürbare konditionelle Verbesserung bei den Schülern erzielt werden kann. Dieses Projekt, das mit der AOK und zwei Sportärzten durchführt wurde, war ein voller Erfolg. Es ging aber weiter. Das Projekt wurde eine feste Einrichtung als Arbeitsgemeinschaft der Wolfram-von-Eschenbach-Schule. Als AG und später als Verein organisierte und initiierte man einige bemerkenswerte Veranstaltungen: der Wiesbadener Radwandertag, der immer an einer anderen Schule stattfand; ein Fahrradbuch mit Fahrradstrecken in und um Wiesbaden usw. Aber die Schüler wollten mehr als nur einmal die Woche Radfahren. So klapperten die Initiatoren sämtliche Wiesbadener Radsportvereine ab, um eine Kooperative zu starten. Aber ohne Erfolg. Die Wiesbadener Vereine waren nur an Leistungssport und guten Sportlern interessiert: Aber wir wollten ein Angebot, an dem jeder teilnehmen kann, egal was er kann oder wo er herkommt.

Somit wurde am 28.06.1994 der 1. Wiesbadener Schulsportverein 1994 e.V. (WSV) gegründet.

Gründung

Vorsitzender war damals Bodo Kuck, Hubert Erndt sein Vertreter.
Sinn und Zweck des Vereins ist die Förderung des Breitensports – vor allem der Schülerinnen und Schüler. Neben dem Sport stehen der Spaß und die soziale Einbindung der Schüler im Vordergrund.

Es gab von Anfang an eine Fahrradabteilung. Daneben stand auch Tischtennis auf dem Programm (Rudi Schultheis – bis 1998) und Wilfried Igstadt übernahm eine Gruppe von Schülerinnen, die gerne Fußball spielten (Mädchenfußball – bis Ende 2001). 1994 und 1995 gab es des Weiteren die Angebote „Sport für Jedermann“ und „Sport und Spiel für Kids“. Die Mitgliederzahlen schwankten in der Zeit unseres Bestehens zwischen 50 und 90 Mitglieder. Auch die Schulen, die neben der Wolfram-von-Eschenbach-Schule stärker mit dem Verein zusammen arbeiteten, änderten sich im Laufe der Zeit.
Das waren: Adolf-Reichwein-Schule, Dilthey-Schule, Elly-Heuss-Schule, Gutenbergschule, Ludwig-Erhardt-Schule, Oranienschule.
Und sind aktuell: Blücherschule, Helene-Lange-Schule, IGS-Kastellstraße, Riederbergschule und eben die Wolfram-von-Eschenbach-Schule. Helene-Lange-Schule und IGS-Kastellstraße sind von Anfang an dabei.
Neben diesen Schulen arbeiten auch andere Wiesbadener Schulen eng mit dem Verein zusammen. Die Fahrradtage des Vereins finden an ca. 30 Grundschulen statt.

In den ersten Jahren gab es ein reges Vereinsleben: Vereinsmeisterschaften, viele Freizeiten und Tagestouren, Grillfeste und Ausflüge.
Von 1998 bis 2001 gab es einen gut ausgebauten Stützpunkt des Vereins in der Eschenbachschule. Neben einem Fahrradkeller, in dem man bei schlechtem Wetter oder im Winter auch auf Rollen trainieren kann, gab es eine kleine Werkstatt und ein gemütliches Büro.
Nachdem von 1996 bis 1998 Lu Rogat 1. Vorsitzender war, übernahm Hubert Erndt („Hubi“) (4 Jahre 2. Vorsitzender) den Chefposten.

Im Jahr 1998 gab es ein Rennsportprojekt, das zwar viele Erfolge einfuhr, aber Zwist im Verein auslöste. Deshalb gründeten diese WSV’ler mit ehemaligen RSG’lern (Radsportgemeinschaft Wiesbaden e.V.) den neuen Verein RSC (Radsportclub Wiesbaden e.V.), damit auch der Rennsport in Wiesbaden eine neue Heimat besitzt. An dieser Stelle möchte ich mich für die geleistete Arbeit der fleißigen Helfer der Rennsportgruppe bedanken.
Einige offene Fragen konnten somit geklärt wurden, dafür kamen andere dazu.
1999 wurde mit dem Regierungswechsel in Hessen der Nachmittag mit normalem Unterricht gefüllt.
Da die Schüler der Eschenbachschule durch wechselnde Stundenpläne nicht mehr zwei Jahre hintereinander die Fahrrad-AG besuchen konnten, bekam auch der Verein Probleme. Denn nach zwei Jahren Fahrradkurs kamen viele der AG-Teilnehmer zum Verein.
Die Eschenbachschule war immer noch die wichtigste Schule und der Radsport die wichtigste Sportart für den WSV. Somit kamen weniger Neumitglieder zum Verein und das war stark spürbar.

Ab 1999 wurde während des Nerobergfestes ein Nachwuchs-MTB-Rennen durchgeführt. Auch vor 1999 gab es WSV- und Eschenbachaktivitäten während des Nerobergfestes.
Das MTB-Rennen wurde 2000 Bestandteil der Wiesbadener Stadtmeisterschaft. 2001 übernahm der RSC als Vertretung (aber mit unserer Unterstützung) das Nerobergrennen, dafür wurde von uns ein Rennen in Frauenstein organisiert und durchgeführt.
2001 wurde das MTB-Rennen auf dem Neroberg das letzte Mal in dieser Form durchgeführt. 2002 wurde eine Pause gemacht und ab 2003 ging es mit einem neuen Konzept weiter.

Um die Jahrtausendwende kam auch der Verein wieder in Schwung: Neue Mitglieder, die bereits erwähnte Wiesbadener Schülermeisterschaft (der WSV war der Hauptorganisator) sowie der neue Jugendtreff am Dienstag in unserem Fahrradkeller belebten das Vereinsleben.
Auch begann 2000 die Zusammenarbeit mit dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.). Bei dieser Zusammenarbeit werben wir für das ADFC-Angebot und der ADFC für unser Angebot. Weiter führen wir zusammen Veranstaltungen und Touren durch.

Neben diesen Impulsen gab es aber immer noch Probleme: Der Vorstand hatte zu wenige Mitarbeiter und das Nachwuchsproblem war auch noch nicht abschließend gelöst. Für Anfang 2002 kündete unser „Hubi“ dann den Rückzug aus der Vereinsarbeit an. Nach 25 Jahre Vereinsarbeit im Radsport mehr als verdient. Mit ihm wollten auch andere Vorstandsmitglieder in “Rente“ gehen. Die Nachfolgesuche gestaltete sich als schwierig, auch die Auflösung des Vereins wurde in Erwägung gezogen. Aber es bewegte sich etwas. Die Arbeit an der IGS-Kastellstraße fruchtete langsam und neue Mitglieder kamen dazu. Das Vereinsleben pulsierte wieder. Nachdem das Duo Bodo Kuck / Matthias Richter gefunden wurde, gelang dann auch eine Bildung eines neuen Vorstandes. Da man an der Eschenbachschule kein Interesse mehr an einer Weiterarbeit hatte, zog der Verein in die IGS-Kastellstraße.

Nachdem 2002 ein starkes Verwaltungsjahr war, griff man 2003 wieder an und entwickelte neue Konzepte. Das Freitagstraining für Anfänger und die passende Freizeit wurde eingeführt, man beteiligte sich nun an Schulfesten der befreundeten Schulen und entwickelte das MTB-Nachwuchsrennen in der Nerobergmulde.
Die bestehende traditionelle Freizeit wurde dann in erster Linie für die fortgeschrittenen Fahrer und dem Samstagstraining zugeordnet und an der Freizeit konnten von nun an auch alle anderen Jugendlichen des Radsportbezirks Nassau teilnehmen.

Neben den bis dato laufenden Schulprojekten wurde 2003 ein neues Projekt begonnen, welches an der Pestalozzischule startete. Dabei wurden an einem Projekttag Kenntnisse über Fahrradtechnik und Verkehrssicherheit vermittelt und ein Parcour durchgeführt. An einem weiteren Tag wurde dann eine Fahrradtour durchgeführt. An Grundschulen besteht zwischen diesen beiden Tagen ein bisschen mehr Luft. Denn dazwischen kommt die Verkehrserziehung mit der Polizei.
Ziel dieses Projektes: Mehr Infos über das Fahrrad vor der Verkehrserziehung zu vermitteln und nach der Verkehrerziehung eine Fahrradtour durchzuführen. Damit soll eine etwas „rundere“ Ausbildung erfolgen und Spaß am Fahrradfahren vermittelt werden.
In veränderter Form kann dies dann an weiterführenden Schulen durchgeführt werden.
Dieses Projekt wurde vom Schulamt übernommen und unser Jan Prediger wurde dafür für einen Tag in der Woche freigestellt.
Seitdem wurde dieses Projekt an vielen Schulen durchgeführt. Ob in dieser Form, nur als Infotag oder die Durchführung von Fahrradtouren mit Schulklassen.

Im Jahr 2004 feierten wir 10 Jahre WSV und 15 Jahre Schulsport mit dem Fahrrad. Gekrönt wurde dieses Jubiläum mit einer Jubiläumsgala im November 2004.

2005 begannen wir die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Kinderhaus Elsässer Platz. Da wir 20042005 Nachwuchs in der Altersklasse 6-9 Jahre bekommen hatten, war dies eine notwendige und sehr fruchtbare Zusammenarbeit. Zum Beispiel wurde in den Sommerferien ein Ferienprojekt zusammen durchgeführt.
2005 begann die Arbeit an dem Schleichwegeprojekt. Mit diesem Projekt möchte man Wiesbadener Schüler Schleichwege von Zuhause zur Schule aufzeigen und dazu beitragen, dass mehr Schüler mit der Fahrrad zur Schule fahren. Dieses Projekt wird zusammen mit dem ADFC durchgeführt.
2005 wurde die Wiesbadener Stadtmeisterschaft für Schüler im Radsport wieder belebt und auch diesmal ist der WSV der Hauptorganisator bei dem die Fäden zusammenlaufen.
Das Muldenrennen auf dem Neroberg wurde für diesen Zweck in die Stadtmeisterschaft integriert.
2005 wurde eine neue Abteilung gegründet, die in 2005 im Testbetrieb lief und in 2006 offiziell wurde: Inliner-Skating.
2005 hat man zusammen mit den Radsportlern am Kiedricher Fastnachtsumzug teilgenommen und die Inliner-Aktivitäten der Fun-Sportwoche mit organisiert und durchgeführt. Organisatoren der Inliner-Abteilung sind Oliver Gorgels und unser Gründungsmitglied Alexander Taitl. Ein Inliner-Kurs wurde an der Helene-Lange-Schule zusammen mit dem dortigen Lehrer Uwe Brecher bis 2007 angeboten.
2006 begann eine neue Zusammenarbeit mit der Dilthey-Schule. Dieses Angebot sollte etwas sportlicher sein und neben MTB vor allem auch Rennradfahren im Angebot haben. Daher gab es seit 2006 im WSV die neue Abteilung Straßenrennsport unter der Führung von Sylvain Arena.

Mit den Planungen wurde Ende 2004 begonnen, 2005 bis 2006 verhandelt und Genehmigungen erteilt. Ab Ende 2006 ging es endlich los: Der WSV baut Kellerräume im Altbau der IGS-Kastellstraße zu einem neuen Vereinsdomizil aus: Mit Küche, kleinem Büro, Aufenthaltsraum, Trainingsraum für Fahrradrollen, kleiner Werkstatt (als Ergänzung zur großen Werkstatt im Neubau der Schule), Toilette und Abstellraum.
Fördergelder in Höhe von 14.000 Euro und Baumaßnahmen des Schulamtes haben das ermöglicht. Vielen Dank dafür an die Spender und Förderer und der IGS-Kastellstraße für die Ermöglichung dieses Ausbaus und der guten Zusammenarbeit.

2007 begann das Schleichwegeprojekt nun endlich richtig. Neben dem Kellerausbau wurde ein anderer langer Traum Wirklichkeit. Löcherbohren lohnt sich eben doch, nicht nur beim Kellerausbau.
Das Projekt heißt jetzt folgendermaßen: Sicherer Schulweg – Das Schleichwegeprojekt. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller übernommen.
2007 haben wir zwei Schleichwegeveranstaltungen an der Helene-Lange-Schule durchgeführt. An einem Tag haben wir den interessierten Schülern einen Weg vorgestellt und an einem anderen Tag sind wir mit den Schülern die Wege abgefahren.
An einem der Veranstaltungen nahm auch der Oberbürgermeister teil.
Durch einen Wettbewerb des Tiefbauamtes kamen auch andere Schulen auf den Geschmack des Schleichwegeprojekts, die wir in das Projekt integrieren wollen.

Auf Initiative der Stadt bekamen wir Ende 2007 für das Schleichwegeprojekt und einem Schleichwegeführer (oder einer ähnlichen Publikation) von der Sparda Bank 10.000 Euro. Vielen Dank. Durch die vielen Projekten und den Kellerausbau begannen wir aber erst 2009 richtig mit dem neuen Schleichwegeprojekt - nämlich die flächendeckende Straßenanalyse der Innenstadt.
Denn nur so können wir möglichst viele Schüler erreichen und Ihnen aufzeigen, wo es nicht so gefährlich ist, Rad zu fahren um so in die Schule und wieder zurück zu kommen.
Diese Analysen werden ab Herbst 2011 auf Wiesbaden.de und Schulsportverein.de zusammen präsentiert. Es gibt auch eine eigene Schleichwege-Karte. Ein kleines Heft wird auf die Internetpublikationen aufmerksam machen.

Seit 2007 findet die Stadtmeisterschaft unter der Trägerschaft des Radsportbezirks Nassau statt, Matthias Richter bleibt aber Koordinator der Stadtmeisterschaft. Seit 2007 findet ebenfalls das Nerobergrennen wieder als MTB-Rennen und nicht mehr als Muldenrennen statt.
2007 begannen wir auch, im Rahmen von „125 Jahre Radsportbezirk Nassau“, Straßenrennsportrennen zu veranstalten. Eine etwas andere Welt, die in dieser Form ein einmaliger Vorstoß war, denn unsere Ziele sind eigentlich andere.

Aber 2008 gab etwas ähnliches, das Rennen in Frauenstein, das aber andere Ziel hatte - nämlich die Förderung des Nachwuchs und des Breitensportes, im Gegensatz zu den Rennen 2007, die mehr an Lizenzfahrer gerichtet waren.
Natürlich fand das Rennen im Rahmen der Stadtmeisterschaft statt, das seit 2009 nur noch ein Hobbyrennen ist und keine Lizenzfahrer mehr zulässt.
Bei dem Rennen in Frauenstein gab es aber für die Nachwuchs-Lizenzfahrer ein Angebot und auch ein Jedermannrennen für die Erwachsenen.

2008 gab es eine Änderung im geschäftsführenden Vorstand. Die bisherige Arbeitsteilung zwischen Bodo Kuck (1. Vorsitzender) und Matthias Richter als geschäftsführender 2. Vorsitzender wurde durch das Ausscheiten von Bodo Kuck hinfällig.
Der Vorstand ab 2008: 1. Vorsitzender: Matthias Richter, 2. Vorsitzender: Oliver Gorgels.
Die dritte im Bunde bleibt Simone Niederprüm als Kassenwartin (seit 2004).
Vielen Dank für die geleistete Arbeit an dieser Stelle an Bodo Kuck, denn ohne ihn hätte es der Verein nicht so weit gebracht.

2008 gab es auch Änderungen bei der Zusammenarbeit mit den Schulen.
Der Kurs an der Diltheyschule wurde wegen fehlender Resonanz eingestellt. Ein Grund dafür war die Gymnasialzeitverkürzung und die somit fehlende Zeit der Schüler.
Eine Zusammenarbeit mit der Schule gibt es aber weiterhin.
2008 begann die Zusammenarbeit mit der Blücherschule (Grundschule).
Neben einer AG für Fahrradanfänger wird es weitere gemeinsame Aktionen geben.
Seit 2008 gibt es im Rahmen des Schleichwegeprojekts wieder eine stärkere Zusammenarbeit mit der Wolfram-von-Eschenbach-Schule.

Am 17.08.2008 war es dann endlich so weit: Die Eröffnung der Vereinsräume in der IGS-Kastellstraße. Nun konnte es munter weitergehen, mit besseren Vorraussetzungen als je zuvor.

2008-2010 fand jeweils im September ein Stadtmeisterschafts-MTB-Rennen auf der Platte statt, es stellte das Abschlussrennen dar.

2009 begannen wir mit dem Projekt „Mama lernt Rad“, damit auch ausländische Frauen (insbesondere Mütter) Fahrrad fahren lernen, die es oft nicht können.

Unsere Freizeit für Anfänger nach Limburg hatte über 60 Teilnehmer und wir sind neben unserem Fahrrad in Limburg auch Kanu gefahren.
In den Sommerferien haben wir eine Freizeit in den Alpen mit den Jugendlichen des Vereins durchgeführt, wo alle fit waren, außer unser Begleitfahrzeug (Kupplungsschaden)…

Seit 2009 ist der WSV Veranstalter der Inliner-Tour nach Rüdesheim, wo es mit dem Partyschiff wieder zurück nach Wiesbaden geht. In Erbach gibt es einen Verpflegungsstand von uns und seit 2010 neben der Inliner-Tour auch eine parallel stattfindende Fahrradtour nach Rüdesheim. Beide Gruppen fahren dann zusammen mit dem Schiff zurück. Ab 2013 ist der WSV nicht mehr der Veranstalter, bietet aber weiter den Verpflegungsstand und die Radtour an.

Im November feierten wir unser kleines Jubiläum, 15 Jahre WSV, in der Mensa der IGS-Kastellstraße.
Neue Angebote 2009: Fußball AG an der IGS-Kastellstraße und eine Fahrrad-AG an der Joseph-von-Eichendorff-Schule, die aber nur von kurzer Dauer war.

Ende des Jahres 2009 begannen wir mit den Planungen zu unserem neuem Projekt: Tandem für Blinde, damit auch Blinde Fahrrad fahren können. Das Projekt begann im März 2010. Da es sich nicht so gut entwickelte und dem Verein Betreuerkapazitäten fehlten. Somit wurde es erstmal zurückgestellt.

2010 wurden die Fahrradtage wieder stadtweit eingeführt, sie finden nun wieder an sehr vielen Grundschulen statt. Möglich wurde das, weil der WSV einen eignen Mitarbeiter aus den Reihen des Übungsleiterprojektes (Arbeitsmarktprogramm) der Stadt bekam: Johann Kraffert.
An weiterführenden Schulen werden keine Fahrradtage mehr durchgeführt, da wir uns mehr auf die Zeit vor der Fahrradprüfung mit der Polizei konzentrieren. Denn man kann nur lernen, wie man sich richtig mit dem Fahrrad im Verkehr verhält, wenn man vorher auch richtig Fahrradfahren gelernt hat.
2010 und 2011 wurde noch mal ein Straßenrennen mit der Stadtmeisterschaft von uns ausgetragen: Rund um den Petersweg in Kastel. Ein Straßenrennen wird es die nächsten Jahre aber erstmal nicht mehr vom Schulsportverein geben.

Neben der Fußball-AG gibt es im WSV ab 2011 nun eine zweite AG, wo es nicht um Radsport dreht: Die Kletter-AG. Alle Nicht-Radsport-Aktivitäten sind in der Breitensportabteilung gebündelt.
2011 wurde das Projekt Mama lernt Rad endgültig in den Regelbetrieb beim WSV entlassen. Es nennt sich jetzt Fahrradfahren für Frauen und ist für alle Frauen gedacht, die nicht oder schlecht Fahrradfahren können. Die Nachfrage ist groß, vor allem auch von Senioren.
2011 gibt es neben den Fahrradtagen eine Erweiterung für die Grundschulen: Fahrradlernen in der zweiten Klasse. Beginnen werden wir erstmal in der Blücherschule.

Im August 2011 übernimmt der WSV nach 10 Jahren wieder die MTB-AG der Eschenbachschule. Ein Kreis schließt sich.
Ende des Jahres wurde die Straßenrennsportabteilung geschlossen. Die Akteure haben Ihren eignen Verein gegründet, um sich intensiver dem Rennsport zu widmen, was in einem Breitensportverein auf Dauer nicht möglich ist. Wir bedanken uns für die geleistete Arbeit im WSV.

2012 wurde die Infobroschüre zum Schleichwegeprojekt veröffentlicht. Um das etwas zu bewerben gab es eine Pressekonferenz mit einer Podiumsdiskussion. Das Schleichwegeprojekt geht aber weiter, jedes Jahr werden wir auf unserer Internetseite neue Straßen veröffentlichen, die im Stadtplan von wiesbaden.de markiert werden.

Im Jahr 2012 stand der Ganztag im Mittelpunkt, nämlich die Umwandlung der IGS-Kastellstraße in eine Ganztagsschule. Weiter gab es einen Schulleiterwechsel an Schule: Bettina Haza-Ralitz folgt auf Gerd-Ulrich Franz. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre, gerade auch für die Möglichkeiten des Vereins-Kellerausbaus.
Mit dem Schulleiterwechsel und dem Ganztag wurde es bunter. Der Schulsportverein hatte im Schuljahr 20122013 insgesamt 6 AGS an der IGS-Kastellstraße: Zwei Fahrrad-AGs, Fahrradwerkstatt AG, Volleyball AG und zwei Fußball AGs. Andere AGs wie die Kletter AG sind weggefallen. Im Schuljahr 20132014 ist Volleyball entfallen, dafür kamen Handball und Sportspiele dazu.
Ab 2012 ist der WSV Mitglied der Sportkonferenz der IGS-Kastellstraße.
Denn der ursprüngliche Gedanken von einem Schulsportverein ist neben der Förderung des Breitensportes eine Art sportlicher Förderverein an der jeweiligen Schule. Das geht aber nicht ohne die Teilhabe des Vereins an Entscheidungen der Schule, die den Sport betreffen. Daher haben wir hier den Weg mit der Sportkonferenz gewählt.

2012 wurde eine neue Abteilung gegründet: die Tanzabteilung (für Erwachsene).
Ab 2013 heißt sie: Theater- und Tanzabteilung.
Wir haben nämlich 2012 das ehemalige Tanzen des Fördervereins der IGS-Kastellstraße übernommen und im Verein integriert. 2013 kam noch die Theatergruppe Evolushen dazu, worin viele Lehrer Theater spielen.
Der Sinn war einmal, alle sportlichen Aktivitäten der IGS-Kastellstraße im Schulsportverein zu bündeln und auch den Erwachsenen-Sport weiter auszuzubauen. Denn Schulsportverein heißt auch, Sport von Schülern, Eltern, Lehrern und Externe an einer Schule. Und bei uns soll ja wirklich jeder willkommen sein, eben: Ein Verein für alle, egal was jemand kann oder wo er her kommt.

2013 startete wieder eine Fahrrad AG an der Helene-Lange-Schule. Wir haben es auch mit einer Tanz AG probiert, um nicht nur Erwachsen-Tanzen anzubieten, die wurde aber leider von den Schülern nicht angenommen.

2013 gab es wieder eine Freizeit in den Sommerferien: Eine einwöchige Fahrrad-Etappen-Tour im Thüringer Wald.

Seit 2013 bieten wir auch das „Freiwillige Soziale Jahr“ im Verein an. Der „Freiwillige“ unterstützt vor allem die Fahrradtage und die AGs, ist aber auch anderweitig für den Verein im Einsatz.

2014 haben wir unser 20jähriges Jubiläum gefeiert — intern sogar direkt an unserem Geburtstag am 28.06.2014 mit einem Grillfest. Am 08.11.2014 feierten wir unser Jubiläum groß in der Turnhalle der IGS-Kastellstraße mit der Gala „55 Jahre Schüler aufs Bike – 20 Jahre Schulsportverein, 25 Jahre Eschenbach Biker‘s, 10. Stadtmeisterschaft“, da es in diesem Jahr noch weitere Jubiläen gab.

2015 haben wir es endlich geschafft, das Geld für einen eignen Kleinbus/Transporter aufzutreiben. Er ist vor allem für die Fahrradtage, aber auch bei Freizeiten im Einsatz.

Der WSV, immer aktiv und immer etwas anders. 

Matthias Richter